Georg Koppehele

Beiträge zur Ahnenforschung und Familiengeschichte

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Durch die Veröffentlichung meines Stammbaums hoffe ich, dass sich auch andere Familienmitglieder motiviert fühlen Ihre Kenntnisse zu teilen. Es ist durchaus möglich, dass sich Fehler in den Angaben finden, aber dennoch ist es einmal ein Anfang, der vielleicht zur Mitarbeit einlädt...(Den kompletten Text finden Sie im Begleitschreiben)

Eine Kontaktaufahhme ist über folgende Adresse möglich: kowar@koppehele.net

Stammbaum 1. Stamm, 2. Zweig
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Aus der Geschichte der Familie Koppehele (Beitrag Nov. 2013)

Die Herkunft der Familie wird territorial auf Flandern zurückgeführt. Dabei wird sich auf die Erwähnung eines Jehan Coppenelle um 1100 bezogen. Oft wird auch auf Johann van Coppenolle/Coppenholle (häufig auch Hanns Koppenolle) aus Gent, der sich im 15. Jahrhundert einen Platz in der Geschichte und später über Victor Hugo in der Literatur erstriitt, verwiesen. Die These der Familienherkunft wird neuerdings auch in "Neerlandica Wratislaviensia, Band 17"/ Wydawn. Uniwersytetu Wroclawskiego, 2008 gestützt. Dort heißt es: "... hier und in anderen ortsgeschichtlichen Quellen des Flämings tritt ein Familienname auf, der deutlicher noch als Brabant eine niederländische Abkunft anzeigen könnte: der Name Koppehele, Varianten Koppehel/ Koppehehle/ Koppehehl/ Copehele. Prominentester Namensträger ist der Magdeburger Donvikar George (Georgius) Koppehele (1538-1604)." Für die Identifizierung der Herkunftsregion und familiären Abstammung lohnt sich auch ein Blick in das Buch "Dictionnaire des noms de famille en Wallonie et à Bruxelles" von Jean Germain und Jules Herbillon. Demnach sind die Namen Coppenolle, Coppennolle, Coppenole etc. sowie Capenol, Capenolle in Brabant auf den Ursprung Koppenol, der aber nur in Flandern und den Niederlanden vorkommt, zurückzuführen. Dieser Name ist sehr stark in Zeeland und Südholland verbreitet, einer Region, die sehr oft durch Sturmhochwasser verheert wurde. Besonders verheerende Auswirkungen sollen die Fluten von 1164 und 1175 gehabt haben. (Günter Koppehele, Familienchronik) Es ist nicht auszuschließen, dass mehrere Familien aus Flandern oder Holland in der 2. Hälfte des 12. Jahrundert den Ruf von Lokatoren folgten und in das gerade erst von Erzbischof Wichmann und Abrecht den Bären eroberte Land im Osten zogen.

Die erste volkstümliche Erwähnung des Namens Koppehele im deutschen Raum steht vermutlich in Verbindung mit der Schäfersage, die in die erste Hälfte des 13. Jahrhundert führt. Die bisher älteste bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1375 (Siehe Urkundensammlung "Codex diplomaticus Brandenburgensis" von Adolph Friedrich Riedel, August Wilhelm Heffter) wo der Müller Coppehl in Beeskow Erwähnung findet. Die Vorfahren von Georg Koppehele, er wird oft auch Georgius Coppehl genannt, siedelten sich jedenfalls im Fläming bei Jüterbog an. Im 16. Jahrhundert gab es im Geburtsort von Georg Koppehele, Gräfendorf, 2 Höfe, denen jeweils ein Koppehele vorstand (Günter Koppehele, Familienchronik). Einer der beiden war der Bauer und Gerichtsschultze Johann oder auch Hans Koppehele, der Vater des späteren Stifters Georg. Dessen Stiftung erwies sich für die Familienforschung aus heutiger Sicht als Segen, da man, um in den Genuss von Zuwendungen zu kommen, seine Abstammung von einem der Geschwister des Georg nachweisen musste. So sind trotz Kriegen, Bränden, Aktenvernichtungen usw. doch noch einige Informationen erhalten geblieben. Die Stiftung trug aber auch stark zur Verbreitung der Familie bei. Viele, denen die Stiftung bei der Finanzierung des Studiums half, verließen den kargen Fläming als Pastoren oder Mediziner und fanden Anstellung und neue Heimat in ganz Deutschland.

Die Bedeutung des Familiennamens ist noch immer nicht abschließend geklärt. Es finden sich mehrere Deutungen. Die älteste und häufigste in Deutschland ist jene, die auch im Deutschen Namenbüchlein von August Friedrich Christian Vilmar 1865 Eingang fand: Koppehel (d.h. am Kopfe heil)

Im Niederdeutschen von Ostfalen bis Pommern kann Koppe (Kopp) nicht nur Kopf bedeuten, sondern ist häufiger Kurzform von Jakob. (Siehe Genwiki und Namenslexikon) Wenden wir uns der vermeintlichen Herkunft der Familie zu, so nutzen wir besser auch niederländische Vokabeln. Dort bedeutet Kop = Kopf und heel = ganz, sehr oder gesamt. "Grote Koppen" sind große Köpfe. Bei Schreibvarianten mit "hol", wie beispielsweise bei Coppenhol, ändert sich der Sinn unvorteilhaft, denn "hol" entspricht dem deutschen "hohl". Da sich Namen, wie Sprache im Allgemeinen, im Laufe der Jahrhunderte verändern, wäre eine abschließende Klärung von qualifizierter Seite sicher hilfreich.

Bernd Koppehele, November 2013

Ausschnitt eines Familienstammbaumes aus den 30ger Jahren des 20. Jahrhunderts

Auszug aus einem Stammbaum der Familie Koppehele aus den 30ger Jahren des 20. Jahrhunderts

Noch eine kleine Randnotiz zu Schreibweisen:

Georg Koppehele wird in älteren Unterlagen oft Kopheil oder Koppeheil genannt. Zum Begriff Koppeheil liegen folgenden Informationen vor: 1597: Paul Koppeheil hatte Jacob Langes Tochter verwundet und wurde in Zerbst verurteilt (Magdeburger Schöppensprüche). 5. Dez. 1597: den 5. Dez. haben hiesige Gerichte drey Diebe/ so bey Bürgermeister Kemritzen eingebrochen und den Stall aus Frevel angesteckt! / in gefängliche Hafft gezogen/ davon zween/ als Koppeheil und Dreves Bräper/ durch den Strang/ und der dritte/ Michael Richter/von Cosheu bürtig/ mit Feuer abgestrafter worden. (Beschreibung der Stadt Acken nach ihrem vorigen und itzigen Zustande.) Quelle: Google.Books

Im schlimmsten Falle ist auch dies eben nur Geschichte.